Pewsum schlägt Spitzenreiter
Habben trifft zweimal
Martin Habben war eine leichte Beute für Nils Ludwig. Der Torwart mit Statur eines Kleiderschranks des TuS Pewsum griff sich den eher zierlichen Stürmer, nahm ihn auf den Arm und herzte ihn ausgiebig. Habben gelang heute ausgerechnet gegen Landesliga-Spitzenreiter SSV Jeddeloh nicht nur sein erster Punktspieltreffer, sondern gleich ein Doppelpack. „Ich bin richtig stolz auf meine Jungs“, war auch TuS-Trainer Stephan Prause nach dem unerwartet klaren 4:1-Heimsieg vor 400 höchst zufriedenen Zuschauern begeistert.
Gemeinsam mit René Dörfel hatte Prause eine taktische Änderung ausgetüftelt, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Patrick Bygus, der beim 1:3 der Vorwoche gegen Lohne nicht über die volle Distanz überzeugt hatte, fand sich nur auf der Ersatzbank wieder. Dafür rückte André Krzatala in die Anfangsformation. Christian Diener agierte im offensiven Mittelfeld und bewies mit den Vorlagen zu den ersten beiden Treffern, dass er auch ein exzellenter Vorbereiter ist. „Da haben wir wohl alles richtig gemacht“, grinste Dörfel.
In der Anfangsphase sah es dabei noch nicht nach einer klaren Angelegenheit zugunsten der Gastgeber aus, weil Jeddeloh über die Außenbahnen viel Druck aufbaute, ohne aber zu zwingenden Chancen zu kommen. Nach einer Viertelstunde stand die TuS-Defensive mit dem erneut überragenden Martin Peters besser und die Pewsumer erwiesen sich bei der Chancenverwertung als äußerst effizient: Diener ließ mit energischem Antritt zwei SSV-Verteidiger aussteigen, ehe ihn Torwart Dennis Evers mit gestreckten Beinen stoppte. Schiedsrichter Malte Preut (Friesoythe) ahndete die mindestens gelb-würdige Aktion zwar nicht, doch das war Sekunden später allen Anhängern der Krummhörner egal, weil Habben den Abpraller einschob (26.).
Nach toller Vorarbeit von André Geiken, der Philipp McKennie narrte, hatte Krzatala das 2:0 auf dem Kopf, scheiterte aber am glänzend reagierenden Evers (42.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff war Evers aber zum zweiten Mal geschlagen. Einen Freistoß von Björn Westermann ließ Diener elegant mit der Brust für Vitali Alexandrenko abtropfen. Dessen 30-Meter-Schuss wurde noch leicht abgefälscht und erwischte den Jeddeloher Keeper, der bereits auf dem Weg in die andere Ecke war, auf dem falschen Fuß.
Gästetrainer Olaf Blancke blies für die zweite Halbzeit notgedrungen zur Offensive. „Ich hätte auch zehn Spieler runternehmen können“, kommentierte er süffisant die beiden Wechsel. Sieben Minuten nach Wiederbeginn fiel das vorentscheidende dritte Tor. Diener luchste Jeddelohs Kapitän Stefan Noack die Kugel ab, der vergebens auf den nicht unberechtigten Freistoßpfiff des Unparteiischen wartete. Davon profitierte Habben, der Evers mit einem platzierten Flachschuss keine Chance ließ. Wäre der Versuch schiefgegangen, hätte sich Habben sicherlich den Vorwurf gefallen lassen müssen, den besser postierten Diener übersehen zu haben.
Ein haarsträubender Patzer des Jeddeloher Torwarts leitete das 4:0 ein. Evers wollte nach einem abgefangenen Konter den Ball zu seinem Vordermann passen, spielte aber stattdessen Geiken an, der das Geschenk dankend annahm (57.).
Dass Radek Spilacek nach Foul von Peters an Fabian Zaps den Elfmeter zum 1:4 versenkte (67.), hatte bestenfalls noch statistischen Wert. Denn durch den Gegentreffer verpassten die Pewsumer die Gelegenheit, ihr Torkonto auszugleichen, das aufgrund der 1:10-Auftaktpleite beim VfL Oythe auch nach dem 15. Spieltag nach wie vor leicht im Minus ist (31:32). „Wir sollten künftig nur noch gegen den Tabellenführer antreten, dann gewinnen wir wenigstens“, witztelte Kapitän Markus Dielenschneider angesichts der Tatsache, dass man nach Melle schon den zweiten Spitzenreiter in die Knie gezwungen hatte.
TuS Pewsum: Ludwig, Vossbrinck, Westermann, Peters, Ludwigs (85. Frerichs), Dielenschneider, Alexandrenko, Diener, Geiken (67. Müller), Krzatala (81. Hühn), Habben.
Tore: 1:0 Habben (26.), 2:0 Alexandrenko (45.), 3:0 Habben (52.), 4:0 Geiken (57.), 4:1 Spilacek (67.).












Woher kommt der Text?
Gerhard Meyer
Uwe: Den Text hast Du mir doch geschickt.
Sorry, natürlich…
Text kommt von der Pewsum-Homepage…
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